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Einmal pro Woche ein ganzes Schuljahr lang kam die Theaterpädagogin nachmittags in den regulären Unterricht für drei Stunden. Um den Kindern einen ersten Eindruck zu vermitteln wie ein Theater funktioniert, wurde eine Hauptprobe des Stückes „Robinson und Crusoe“ besucht. Anschließend wurden ihre Ideen und Vorschläge abgefragt. Ebenso auch ob sie dramaturgisch alles verstanden haben. Zwei Wochen später wurde das Stück wieder besucht und die Klasse durfte anschließend mit den Schauspielern reden und eine Blick hinter die Kulissen werfen. Parallel hierzu wurden in den Stunden Übungen zu der Thematik des Stückes gemacht, so dass sich die Kinder mit dem Stück identifizieren konnten.

In den folgenden Wochen danach wurden viele Grundlagen des Schauspiels mit der Klasse über Spiele, Übungen und Aufgaben erarbeitet, bevor es an die Themenwahl ging. Die Klasse einigte sich auf das Thema Nationalsozialismus.

Im Laufe des Jahres hatten die Kinder viele Fragen zu diesem Thema. „Wer war Hitler? Warum hat sich keiner gewehrt? Warum gibt es so viele Computerspiele über Nazis? Was ist eigentlich ein Konzentrationslager“ sind nur ein paar Beispiele. So wurde auch mancher Nachmittag zum Geschichts-Unterricht, um die Fragen zu beantworten. Je mehr die Kinder wussten, umso besser konnten sie die Szenen über Improvisationen im freien Spiel mit erarbeiten.

Zwei Wochen vor den öffentlichen Aufführungen wurde jeden Tag intensiv im Jugendzentrum Konstanz geprobt. Die Schüler lernten ihre Texte auswendig u.a. Gedichte von Brecht, Übungen zur Stimme wurde gemacht, Bewegungen wurden weiterentwickelt, eine Tanzszene eingearbeitet um nur einige Beispiele zu nennen.

Am Ende gab es zwei öffentliche Aufführungen in der Spielstätte „Werkstatt Inselgasse“ des Stadttheaters und eine Aufführung im Jugendzentrum Konstanz.

Drei Mädchen waren aufgrund dieser Erfahrung im Kids-Club II unter der Leitung von Tanja Jäckel. Im Jahr 2014 treten fünf Jugendliche aus dieser Klasse in dem Stück „Elektra.Orestes.Amok“ vom Jungen Theater Konstanz in der Spiegelhalle auf. Sie spielen nun weiter in ihrer Freizeit Theater und haben durch dieses Projekt ein neues Hobby gefunden.

 

Pressestimmen / Brief vom Staatlichen Schulamt Konstanz

Das Grauen in kunstvollem Ausdruck klein  Jugendliche üben große Gesten klein  Rückmeldung Schulamt klein

 

Videomitschnitt  (aus urheberrechtlichen Gründen kommt es zu Tonaussetzern)