Das neue Aufnahmeverfahren

Jedes Kind ist individuell. Kinder unterscheiden sich in ihrem Leistungsvermögen, ihrer Motivation, ihren Stärken und Schwächen und damit auch in ihren Erfolgsaussichten auf den unterschiedlichen weiterführenden Schulen. Das baden-württembergische Schulwesen bietet allen Kindern und Jugendlichen eine ihren individuellen Möglichkeiten angemessene Schulart an. Doch welche Schulart ist die Richtige? Darüber entscheiden Sie. Zur Entscheidungsfindung unter besonderer Beachtung des Lernstands und Entwicklungspotenzials Ihre Kindes unterstützt Sie die Schule.

 

Informationsveranstaltung für Eltern von Schülerinnen und Schülern der Klasse 4

Im ersten Halbjahr der vierten Klasse veranstaltet die Grundschule einen Informationsabend. Leiterinnen und Leiter von Werkrealschule/Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gemeinschaftsschule und beruflicher Schule informieren Sie an diesem Abend ausführlich über Arbeitsweisen, Leistungsanforderungen sowie Abschlüsse und Anschlüsse ihrer Bildungseinrichtungen.

 

Die Grundschulempfehlung

Am Beginn des zweiten Schulhalbjahrs der Klasse 4 wird von den Lehrkräften Ihres Kindes eine Empfehlung ausgesprochen, welche weiterführende Schulart für Ihr Kind geeignet scheint. Dieser liegt eine pädagogische Gesamtwürdigung zugrunde, welche die seitherige Lern- und Leistungsentwicklung Ihres Kindes, sein Lern- und Arbeitsverhalten sowie seine Lernpotenziale berücksichtigt. Eine Empfehlung für die Werkreal- und Hauptschule, die Realschule oder das Gymnasium wird ausgesprochen, wenn die Leistungen in den einzelnen Fächern und Fächerverbände erwarten lassen, dass den Anforderungen der weiterführenden Schulart entsprochen wird. Die Gemeinschaftsschule ist in dieser Empfehlung jeweils mit eingeschlossen.
Die Halbjahresinformation der Klasse 4 gibt eine Orientierungshilfe. Den Anforderungen des Gymnasiums und der Realschule wird in der Regel entsprochen, wenn in den Fächern Deutsch und Mathematik im Durchschnitt für das Gymnasium mindestens gut-befriedigend und für die Realschule mindestens befriedigend erreicht wurde. Die Grundschulempfehlung wird gemeinsam mit der Halbjahresinformation der Klasse 4 ausgegeben. Bei der Anmeldung in der weiterführenden Schule müssen die Grundschulempfehlung und die Halbjahresinformation der Klasse 4 nicht vorgelegt werden.

 

Das besondere Beratungsverfahren

Wenn Sie nach Ausgabe der Grundschulempfehlung noch eine weitere Entscheidungshilfe wünschen, können Sie das besondere Beratungsverfahren in Anspruch nehmen. Sie haben hier die Möglichkeit, sich durch eine besonders qualifizierte Beratungslehrkraft beraten zu lassen. Gegebenenfalls können allgemeine Begabungstests durchgeführt werden. Die Testergebnisse Ihres Kindes werden anschließend mit Ihnen besprochen.

 

Dieser Text entstammt aus einer Broschüre vom Ministerium für Kultus, Jugend und Sport in Stuttgart. Die komplette Broschüre finden Sie hier als Download.